PRESSE
29.11.2006 - Vom Pipers Pub ins Studio
Drei Jahrzehnte stehen sie Seite an Seite: Rudi Schmitt, der Chef
der Diskotheken "Airport", "Studio" und "Zauberberg", und sein Plattenaufleger Hans-Christoph Neuert.
Die markante Erscheinung kennt man in der Szene als HCN.
Es war 1976. Neuert, Würzburger Urgewächs, hatte gerade sein Studium der Philosophe bei Professor Rombach begonnen, als er bei Rudi Schmidt anheuerte. Der hatte drei Jahre zuvor den "Pferdestall" seiner Eltern ins "Pipers Pub" umgebaut und damit Neuland betreten. Die kleine Diskothek in der Eichhornstraße war über Jahre der angesagte Tanzschuppen in der Stadt. Dort hat Neuert seine ersten Platten aufgelegt - als "Jones", wie er sich damals noch nannte. In den 70ern waren Gruppen wie Led Zeppelin gefragt, man trank Asbach-Cola, getanzt wurde zu Rock, Funk und Soul.
Und es gab in diesen Jahren etwas, auf das man in heutigen Diskotheken vergeblich warten würde: die langsamen Runden. "Ein echter Kenner hat sich zum Steh-Blues rechtzeitig was gekrallt, um mal auf Tuchfühlung zu kommen", weiß der Mann am Plattenteller.
Später hat Neuert auch bei Georg Stößel im "Nachtwächter" aufgelegt, im "Mambo Jambo", in der "Waschküch", im "Standard" und im "Wintergarten". Seit vier Jahren steht er im "Studio", vor allem, wenn am dritten Donnerstags "Ü-30" angesagt ist. Und so gibt es heute Abend im "Studio" drei Jahrzehnte HCN zu feiern. Und dazu legt Neuert Musik aus den vergangenen drei Jahrzehnten auf, so dass alle von 25 bis 65 auf ihre Kosten kommen.
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